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Sie mit uns in eine Zeitreise in die Vergangenheit
Eine kurze Einleitung....
(Detailinfos erhalten Sie weiter unten)
Der Fanfarenzug Dringenberg e. V. wurde im Jahre 1964 gegründet und kann damit auf eine
über 40-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Ziel des Vereines ist es, die reine Fanfarenmusik und
insbesondere auch die alte Reitermusik zu pflegen. Ursprünglich wurden daher nur lange Naturfanfaren (ohne Ventile) und Landsknechtstrommeln bei den Konzerten und Umzügen eingesetzt. Im Laufe der Zeit ging man
jedoch dazu über, auch Trompeten, Kesselpauken und Marschtrommeln zu verwenden, um insbesondere Reitermärsche wie den Fehrbelliner Reitermarsch etc. harmonischer gestalten zu können. Mittlerweile verfügt der
Fanfarenzug über ein breites musikalisches Repertoire von reinen Naturfanfarenmärschen über Reitermärsche bis hin zu moderneren Stücken wie zum Beispiel Rock my
soule, yellow submarine, by the rivers of babylon
etc.
Neben der Teilnahme an Schützenfesten, Karnevalsumzügen und historischen Stadtfesten
in der näheren und weiteren Umgebung wurden bereits Konzerte in
Aurich, Hamburg, Gelsenkirchen, Berlin,
Dortmund, Reith im
Alpbachtal (Österreich) etc. gegeben.
Der Fanfarenzug besteht derzeit aus 108
Mitgliedern, wobei 42 aktive Musiker und 66 passive Mitglieder zu unseren Reihen
zählen. Von diesen Mitgliedern sind 3 Ehrenmitglieder. 11 Jungen und 1 Mädchen
befinden sich derzeit in der Ausbildung Fanfarenbläser.
Von den 42 aktiven Musikern sind 24 reine Fanfarenbläser, 7 Spieler die Fanfare
oder Trompete spielen sowie insgesamt 11 Personen, die das Trommelregister
besetzen. Hier besetzen wir in den unterschiedlichsten Konstellationen
Tenortrommel, Marschtromme, große Pauke und Kesselpauken.
Die Musiker in Ausbildung haben ein Alter von 9-12
Jahren. Die Spielleute von 12 bis 59 Jahren. Der Altersdurchschnitt beträgt
26,86 Jahre. 18 Musiker sind unter 18 Jahre alt, 14 sind der Kategorie von
18 bis unter 40 Jahren einzuordnen und 10 sind älter als 40.
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Kleine
Chronik
Gründung
1964 und die ersten Schritte
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Inspiration
zur Gründung war der Spielmanns- und Fanfarenzug Castrop-Rauxel, der als
Gastverein beim 40-jährigen bestehen des Spielmannszuges Dringenberg am
24.06.1964 zu Gast war.
Männer
der ersten Stunde waren Helmut Beller, Alfons Brinkmann, Franz Flore,
Franz-Josef Legge und Paul Uhe
Überlegungen
einer Zusammenlegung des Spielmanns- und des Fanfarenzuges scheiterten, also
Beschloss man auf eigene Faust weiter zu machen.
Kurzerhand
wurden 5 Fanfaren vom Musikgeschäft Lindner zu einem Stückpreis von 35,00 DM
bestellt. Im Herbst des Jahres wurde weiterhin die erste Landsknechttrommel
angeschafft. Erste Übungsstunden fanden im Knick hinter der Burg und auf der
Neustadt (Schonlaublick) statt. Erstes Stück war der Fehrbelliner Reitermarsch,
welcher vom Spielmannszug Dringenberg bekannt war. Zu diesem Zeitpunkt gab es
noch keinen Ausbilder, alles musste selbst erarbeitet werden. Eine sehr mühsame
Angelegenheit.
Unterstützung
wurde vom Fanfarenzug Bad Driburg erhofft. Dieser lehnte jedoch jegliche
Zusammenarbeit ab.
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Eines
Tages hörte Horst Sauer die Fanfaren erklingen, ging auf die Jungmusiker zu und
bot sich als Ausbilder an. Von da an ging es steil bergauf.
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Im
Februar 1967 fand im Saal der heutigen Vereinsgaststätte Hausmann die Übergabe
der ersten Uniform an die Spielleute im Rahmen einer Feierstunde statt. Bestellt
wurden: 15 schwarze Tuchröcke, 1 schwarzer Strichtuchrock, 15 Schiffchen, 1
Schirmmütze, 16 weiße Koppeln und 16 weiße Hosen. Diese wurden bei der Fa.
Henkel angefertigt und kosteten damals ca. 90,00 DM (rd. 46 EUR) pro Person.
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Der
erste Auftritt erfolgte dann im Mai 1967 auf dem Schützenfest in Borlinghausen.
Im
Jahre 1967 nahm der Fanfarenzug dann erstmalig am Dringenberger Schützenfest
teil. Dies ist vor allem der Überredungsgabe von Horst Sauer zu verdanken, der
den damaligen Oberst Anton Heinemann und dessen Vorstand trotz Bedenken, dass
man nach Fanfarenmusik nicht marschieren könne, doch dazu brachte, den
Fanfarenzug am Schützenfest teilnehmen zu lassen.
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Im
Herbst 1967 erhielt der Fanfarenzug die ersten Fanfarentücher in schwarz,
welche von Herrn Rudolf Herld hergestellt und kostenlos übergeben wurden.
Die
ersten Auftritte fanden in Altenheerse, Bonenburg, Borgholz, Bühne, Detmold,
Helmern, Schmechten, Schwalenberg, Volkmarsen und Warburg statt.
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| Im Jahre
1969 fand zum ersten Mal eine Vorstandswahl statt, bei der Helmut Beller
zum ersten 1. Vorsitzenden des Fanfarenzuges gewählt wurde.
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In
den Jahre 1971 bis 1973 ruhte der Fanfarenzug. Aus heute nicht mehr
nachvollziehbaren Gründen gab es zu dieser Zeit viele Meinungsverschiedenheiten
innerhalb des Vereines und man beschloss, einige Zeit abzuwarten um dann evtl.
einen Neubeginn zu wagen.
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Neukonstituierung
1974 und erneute erste Schritte
Im Januar
1974 trafen sich 10 ehemalige Spielleute um einen Neubeginn zu wagen. Aber mit
diesem Versuch konnte die Aktivierung des Fanfarenzuges nicht erreicht werden.
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Im Juni
1974 erging auf Initiative von Günter Beller ein Schreiben an ehemalige
Spielleute, Freunde und Gönner des Fanfarenzuges um einen erneuten Neubeginn zu
wagen.
Die
Neukonstituierung erfolgte dann am 21. Juni 1974 in der Gastwirtschaft Bernard.
24 Mitglieder, davon 17 aktive Spielleute traten dem Verein bei.
Spielleute:
Günter Beller, Helmut Beller, Werner Beller, Alfons Ferber, Manfred Ferber,
Franz-Josef Falke, Franz Flore, Willi Heising, Hubert Linnemann, Johannes
Linnemann, Burkhard Rüther, Horst Sauer, Jürgen Seifert, Heribert Todt,
Bernhard Uhe, Karl-Heinz Uhe und Paul Uhe
Passive:
Josef Bernard, Richard Ferber, Josef Flore, Harro von Krause, Paul Niebich,
Anton Schöttler, Herbert Schnabel
Die
teilweise geheime Wahl erbrachte folgendes Ergebnis:
| 1.
Vorsitzender |
Günter
Beller |
| 2.
Vorsitzender |
Alfons
Ferber |
| Kassenwart |
Paul
Niebisch |
| Schriftführer |
Harro von
Krause |
| Trainer/Übungsleiter |
Horst Sauer |
| Musikwart |
Karl-Heinz
Uhe |
| Kassenprüfer |
Josef Flore
und Helmut Beller |
| Vereinswirt |
Josef Bernard |
Der
Mitgliederbeitrag wurde auf 2,00 DM (rd. 1,00 EUR) monatlich festgesetzt.
Auf
Antrag erhält der Fanfarenzug eine "Starthilfe" in Höhe von 500,00
DM (rd. 256,00 EUR) von der Stadt Dringenberg.
Als
Uniform dient weiterhin die im Jahr 1967 angeschaffte schwarz/weiße Uniform.
Im
Jahre 1974 absolvierte der Fanfarenzug dann seinen ersten Auftritt nach
Neukonstituierung beim 50-jährigen Jubiläum des Spielmannszuges Dringenberg.
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| Erstmals
fand 1974 ein Treffen von Vertretern der 3 Dringenberger Musikvereine statt.
Ziel dieser Treffen ist bis heute die besseren Koordination untereinander für
gemeinsames Spiel bzw. Auftritte und Veranstaltungen. Daraus ging der 1975
erstmals durchgeführte „Altdeutsche Bauernabend“, später Burgfest genannt,
hervor.
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Im
Jahre 1975 wird zum erstem mal der Weihnachtsball in der Zehntscheune durchgeführt.
Urvater ist der damalige 2. Vorsitzende Alfons Ferber.
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Im
Jahre 1976 machte der Fanfarenzug einen weiteren großen Schritt nach vorn.
Horst Sauer spendete die ersten Kesselpauken und Werner Strathausen (Tombourmajor
des Spielmannszuges) übergibt kostenlos eine gebrauchte Trompete. Seitens des
Vereins werden drei weitere Trompeten angeschafft. Nun ist man endlich in der
Lage Reitermärsche zu Üben und zu Präsentieren.
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| Im
Jahre 1976 tritt der Fanfarenzug der Spielmannszug-Vereinigung des Kreises Höxter
bei. Man möchte die Kameradschaft zu anderen Musikvereinen aufbauen und pflegen
und an den jährlich stattfindenden Musikerwettstreiten teilnehmen.
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Nach
einer ca. 2 ½ jährigen Bauzeit konnte dann im Jahre 1979 der gemeinsame Übungsraum
der Dringenberger Musikvereine (Burgmusikanten, Spielmannszug, Fanfarenzug) im
Wirtschaftsgebäude der Burg eingeweiht werden. Die finanziellen Mittel wurden
von der Stadt Bad Driburg bereitgestellt und die Arbeiten erfolgen in
Eigenleistung. Dieser Raum wird auch heute noch für die Proben genutzt und
wurde 2007 umfangreich Modernisiert.
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Seit
1976 spielt der Fanfarenzug klassische Reitermärsche, da Trompeten und
Kesselpauken zu den Fanfaren hinzukamen. Auftritte im Dortmunder
Westfalenstadion, in Tirol sowie in den Städten Berlin, München,
Hamburg, Gelsenkirchen, London und Paris haben die letzten Jahre der
Vereinsgeschichte geprägt.
Höhepunkt
der bisherigen Vereinsgeschichte ist sicherlich das Konzert, welches aus
Anlass des 40-jährigen Bestehens des Vereines dargeboten wurde.
Frenetische Rufe nach Zugaben und tosender Applaus nach einem
abwechselungsreichen und anspruchsvollen Programm machten diesen Tag für
die Musiker und Gäste unvergesslich.
Zurzeit
sind rd. vierzig Spielleute, davon eine Frau im Verein aktiv. Zehn Jugendliche
werden derzeit ausgebildet. Musikalischer Leiter ist Jens Krelaus. Vorsitzender des Vereines ist Bernd Nahen. |
Entstehungsgeschichte
der Fanfare
Die
Fanfare ist eines der ältesten Instrumente und kommt praktisch in allen
Kulturen vor. Die frühesten Fanfaren waren Megaphone, die bei religiösen und
magischen Riten in den Frühkulturen zur Verzerrung der Stimme dienten (noch
heute das Didjeridu in Australien).
Ägyptische
Fanfaren aus Bronze oder Silber hatten bereits einen Schalltrichter, als Mundstück
aber lediglich eine Abrundung des Rohrendes. Sie diente als Kult- und Kriegsgerät
und ein griechischer Schriftsteller verglich den Klang mit Eselsgeschrei. Nach
der ägyptischen Mythologie soll der Gott Osiris selbst der Erfinder der
Trompete sein.
Etrusker
und Römer begannen dann Trompeten mit Mundstücken auszustatten. Sie waren bis
zu 3m lang und dienten auch hier hauptsächlich als Kriegsinstrument und deren
Klang muss alles andere als schön gewesen sein, nicht so wie man es aus den
heutigen Filmen kennt.
Ihren
ersten Aufschwung erlebte die Trompete in der Renaissance (1400-1600). Aufgrund
der Entdeckung neuer Techniken konnten die Instrumentenbauer die Rohre mit engem
Radius biegen und es entstand erstmalig eine Form, die unserer heutigen Fanfare
sehr ähnlich sieht. Sie war weiterhin noch ein Naturtoninstrument (ohne Ventile
und Klappen). Ihr Tonumfang war zu Anfang noch sehr gering (nur 4 Töne im
unteren Register) doch im Laufe der Zeit stellte man fest, dass man durch Überblasen
mehrere Obertöne erzeugen konnte und so der größere Tonumfang in dem höheren Register genutzt werden konnte.
Die immer
präziser werdende Herstellungsweise von Instrument und Mundstücken führte im
Laufe der Zeit zu immer besser werdenden Klangeigenschaften.
Unsere
Fanfarentrompeten, auch Heroldstrompeten genannt, sind das letzte Abbild der im
Mittelalter von den Herolden, die als Stadt- oder Hoftrompeter fungierten,
geblasenen Naturtrompeten. |